Im Risikomanagement geht es oft darum, Entscheidungen unter Unsicherheit zu treffen. Wie gehen Sie persönlich damit um, wenn Risiken bewertet werden müssen, obwohl noch nicht alle Informationen vorliegen?
Entscheidungen zu treffen, ohne dass alle Informationen vorliegen oder künftige Entwicklungen absehbar sind, gehört nicht nur im Risikomanagement, sondern für jeden Vorstand zum Alltag.
Wichtig ist, Unsicherheit nicht auszublenden, sondern systematisch handhabbar zu machen. Deshalb arbeiten wir mit diversen Szenarien und strukturierten Risikoanalysen. Dabei betrachten wir stets beide Seiten: Chancen und Risiken.
Für mich bedeutet Risikomanagement nicht, Risiken grundsätzlich zu vermeiden, sondern sie fundiert zu bewerten, bewusst zu steuern und unternehmerische Chancen verantwortungsvoll zu nutzen.
Grundlage dafür ist eine belastbare Daten- und Faktenbasis. Gleichzeitig braucht es Erfahrung, Urteilsvermögen und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen – gerade dann, wenn Entscheidungen unter Unsicherheit getroffen werden müssen.
Die über 100-jährige Geschichte der R+V zeigt, dass wir unterschiedlichsten Herausforderungen erfolgreich begegnet sind. Diese Erfahrung gibt Orientierung und Stabilität – und zugleich den Mut, Zukunft aktiv zu gestalten.