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Luftaufnahme von Schneiders Obsthof in Wachtberg mit Hofgebäuden, Weinbergen und ländlicher Umgebung

Nachhaltigkeit im Fokus – Schneiders Obsthof in Wachtberg

Die Rolle der VR Bank RheinAhrEifel eG im Wandel von Klimawandel und regionaler Verantwortung.

Schneiders Obsthof

    Nachhaltigkeit ist längst kein Schlagwort mehr, sondern ein entscheidender Faktor für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen – auch in unserer Region Rhein-Ahr-Eifel-Mosel. Um ein praxisnahes Bild zu erhalten, haben wir ein Gespräch mit Schneiders Obsthof in Wachtberg geführt. Mit dabei waren Vorstand Matthias Herfurth, Firmenkundenbetreuer Benedikt Gimmler, Jan-Erik Burkard, Leiter Unternehmenskommunikation, sowie die Betriebsleiterin Katharina Quast, Seniorchef Stefan Schneider und Uwe Martens, leitender Mitarbeiter. Das Gespräch zeigt eindrucksvoll, wie eng wirtschaftliche Stabilität, ökologische Verantwortung und soziale Aspekte miteinander verwoben sind – und welche Rolle unsere Bank dabei einnehmen kann.

    Ein Familienbetrieb mit Strahlkraft

    Schneiders Obsthof ist seit fast 50 Jahren fester Bestandteil der regionalen Landwirtschaft. Der Fokus liegt auf Beerenobst – allen voran Erdbeeren und Himbeeren – sowie auf Stachelbeeren, Äpfeln und Birnen. Mit rund 1700 Tonnen Erdbeeren und 550 Tonnen Himbeeren jährlich zählt der Hof zu den größten Produzenten in Deutschland.
    Über 1.000 Erntehelfer aus Rumänien und zunehmend auch aus Usbekistan unterstützen den Betrieb im Laufe eines Jahres. Das macht den Obsthof nicht nur zu einem wirtschaftlich relevanten Akteur, sondern auch zu einem Arbeitgeber, der Verantwortung für faire Arbeits- und Lebensbedingungen übernimmt.

    Nachhaltigkeit bedeutet mehr als Klimaschutz

    Im Gespräch wurde deutlich: Nachhaltigkeit zeigt sich nicht nur in ökologischen Maßnahmen, sondern auch im sozialen und ökonomischen Bereich.

    • Soziales: Die Beschäftigten sind in Unterkünften mit Vollverpflegung untergebracht. Eine Fürsorge, die nicht selbstverständlich ist, aber dafür sorgt, dass viele Helfer immer wieder zurückkehren.
    • Ökonomie: Investitionen in moderne Erntetechniken, Arbeitsbühnen und innovative Anbauformen steigern die Effizienz – und gleichzeitig die Gesundheit der Arbeitskräfte.
    • Ökologie: Der Hof setzt verstärkt auf geschützten Anbau, Sonnenschutznetze und Hagelnetze, um den Folgen des Klimawandels entgegenzuwirken.

    Matthias Herfurth, Vorstandsmitglied, betonte in der Diskussion:

    „Gerade in der Landwirtschaft zeigt sich, dass ökonomische Entscheidungen sehr oft auch eine nachhaltige Wirkung entfalten – für Mensch, Umwelt und Unternehmen gleichermaßen.“

    Klimawandel vor der Haustür

    Die Auswirkungen des Klimawandels sind in der Region längst Realität:

    • Hagelschäden treten fast jährlich auf.
    • Starkregenereignisse und Hitzewellen setzen Pflanzen wie Menschen zu.
    • Wasserknappheit wird zunehmend zu einem Kosten- und Infrastrukturproblem.

    Um darauf zu reagieren, hat der Betrieb ein eigenes Wasserrückhaltebecken gebaut. Es fasst mehrere Tausend Kubikmeter und sichert die Bewässerung der Felder in Trockenzeiten. Diese Investition ist nicht nur betriebswirtschaftlich sinnvoll, sondern auch ein starkes Signal für regionale Anpassungsstrategien.

    Die Rolle der VR Bank RheinAhrEifel

    Als Bank begleiten wir unsere Kunden auf diesem Weg – mit Finanzierungslösungen, Beratung und als Sparringspartner in Transformationsfragen. Nachhaltigkeit ist dabei kein Zusatzthema, sondern zunehmend Bestandteil der unternehmerischen Kernstrategie.

    Unsere Aufgabe ist es,

    • Investitionen in nachhaltige Landwirtschaft zu ermöglichen,
    • Klimarisiken in Finanzierungen mitzudenken,
    • und Unternehmen kommunikativ zu unterstützen, damit sie ihre Anstrengungen auch sichtbar machen können.

    Matthias Herfurth bringt es auf den Punkt:

    „Für viele Betriebe ist Nachhaltigkeit zunächst ein Kostenfaktor. Doch langfristig bedeutet sie Wettbewerbsfähigkeit. Unsere Aufgabe ist es, diesen Wandel zu begleiten.“

    Fazit: Nachhaltigkeit als Chance für Region und Bank

    Das Beispiel von Schneiders Obsthof verdeutlicht: Nachhaltigkeit ist kein „nice to have“, sondern ein Überlebensfaktor. Klimawandel, Arbeitsbedingungen und Marktpreise hängen direkt zusammen – und stellen Unternehmen wie auch Banken vor neue Herausforderungen.

    Für uns als VR Bank RheinAhrEifel eG eröffnet sich hier ein wichtiges Handlungsfeld: Wir können die Transformation unserer Kunden nicht nur finanzieren, sondern auch als Partner begleiten, der regionale Verantwortung ernst nimmt und nachhaltige Perspektiven eröffnet.